Über mich

Konzentration & Besinnung

Auf der Suche nach Konzentration und Besinnung auf das, was im Leben und bei der Arbeit wirklich zählt und trägt, habe ich mir im Frühjahr 2018 eine Auszeit in einem Kloster gegönnt. Fernab der lauten Welt wollte ich wieder mit meiner Mitte in Berührung kommen. Das Kloster – für mich bis dahin Sinnbild für Beständigkeit und Stabilität – präsentierte sich mir unerwartet als Ort gravierender Veränderungen, die die Ordensschwestern in den vergangenen 20 Jahren zu bewältigen hatten.

Berührt und tief beeindruckt hat mich dabei deren Haltung gegenüber diesem einschneidenden Veränderungsprozess. Aus dem Journal zur 100-jährigen Geschichte der Ordensgemeinschaft der Franziskanerinnen in Schwäbisch Gmünd lasse ich die beiden folgenden Zitate für sich sprechen:

„Die Spanne der Zeit zwischen Vergangenheit und Gegenwart öffnet uns den Blick für den unbekannten Weg in die Zukunft: neugierig, hoffend und vertrauend. Und die Ungewissheit, was die Zukunft wohl in sich birgt, wollen wir in Hoffen und Vertrauen aushalten.“

„Vertrauend auf Gottes Führung gehen wir den Weg in die Zukunft und spüren hinein in die Sehnsucht und die Suche der Menschen nach dem Sinn ihres Lebens, nach dem, was trägt.“

Im Kloster der Franziskanerinnen  bin ich wieder mit meiner Mitte in Berührung gekommen. Und nun gehe ich gemeinsam mit denen, die ihre Mitte, ihre Kraft, ihre Begeisterung, ihre Ideale verloren haben oder die Sinnhaftigkeit ihres Tuns in Frage stellen, in eben dieses Kloster, um sich im Rahmen einer intensiven zweitägigen „Standortbestimmung“ wieder auf die Suche zu machen nach dem, was wirklich trägt.

Das Kloster der Franziskanerinnen in Schwäbisch Gmünd ist mir dabei ein gesegneter Ort, um im franziskanischen Geist Klarheit zu fördern, Zuversicht zu verbreiten und Vertrauen zu stärken. Oder um es mit den Worten des hl. Franz von Assisi zu sagen:

„Wo die Stille mit den Gedanken Gottes ist, da ist nicht Unruhe noch Ziellosigkeit.“

Franziskus fasziniert

Franz von Assisi (1182 – 1226), ein Mensch aus dem Mittelalter, übt trotz der enormen zeitlichen Distanz eine große Faszination auf uns Menschen des 21. Jahrhunderts aus. Möglicherweise, weil in uns durch die Beschäftigung mit ihm unsere eigenen Ur-Sehnsüchte wachgerufen werden: nach echter Fröhlichkeit, nach innerer und äußerer Freiheit, nach Spontaneität. Dank seiner wachen Phantasie erfand er neue Lebensmöglichkeiten, ging gewagte Schritte, eröffnete unbekannte Wege – und verlor dabei nie die Bodenhaftung. Im Angesicht seiner mitreißenden Begeisterungsfähigkeit wird uns bewusst, was uns heute oftmals schmerzlich fehlt.

Im  Werdegang des hl. Franziskus sehen wir einen Befreiungsprozess: er ist keinem Lehrer, keiner theologischen Schule, keiner Größe aus der Vergangenheit gefolgt. Von inneren und äußeren Zwängen befreit, entwarf und lebte er Neues, bisher Unerprobtes – ohne Angst, sich vor den Leuten zu blamieren. Um deren Meinung hat er sich nicht gekümmert, dass man ihn für verrückt hielt, hat ihm nichts ausgemacht. Er war ehrlich, transparent, hatte nichts zu verbergen und nichts zu verlieren. Er liebte das Sein – nicht den Schein.

Typisch franziskanische Haltung: statt Trauer über das Negative Freude am Positiven

Franziskus ging seinen Weg nicht zögerlich, sondern entschlossen – nicht ängstlich, sondern zuversichtlich – nicht halb, sondern ganz. „Der Mensch weiß so viel, wie er in die Tat umsetzt“ war eine seiner Maximen (Legenda Perusina 74). Seinen Weg beschrieb er nicht, er ging ihn einfach, in Freude und Freiheit. Seine Zeit und seine Energie setzte er für positive Lösungen ein. Sein Vorgehen war dabei liebevoll aufbauend, nicht verletzend. Frei von allem Irdischen und doch weltgewandt und nahe den Menschen, war er ein Mensch der Erde und der Tat. Er lebte uns einen glaubwürdigen Weg des Christseins vor, der bis heute weiterwirkt.

Schwäbisch Gmünd

„Zwischen Himmel und Erde. Eine Stadt zwischen Licht und Schatten, zwischen Spiritualität und Sinnesfreuden … Gegensätze ziehen sich bekanntlich an – und machen das Leben spannend.“ – mit diesen Worten wirbt  Schwäbisch Gmünd. Die älteste Stauferstadt hat „gelernt, auch Grenzen im Kopf zu überwinden“, und bietet auch in dieser Hinsicht einen passenden Rahmen für mein Coaching. Der „Lebensweg im Taubertal“ – ein Meditationsweg, der Erdenreich und Himmelsgarten verbindet – setzt zusätzliche im wahrsten Sinne des Wortes wert-volle Impulse für die eigene Standortbestimmung.

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